Pferdeleckerlis selber backen

Ob Sie zu Ihrem Pferd zur Begrüßung stets mit einem Leckerli Hallo sagen und diese als Belohnung einsetzen, darüber gibt es die verschiedensten Thesen. Jeder Pferdehalter entscheidet natürlich individuell, wie er die Gabe von Leckerlis in unterschiedlichen Situationen handhabt.

Garantiert wird das Tier mit dem zusätzlichen Futter aber motiviert oder belohnt, und jeder Reiter oder Pferdehalter hat immer Leckerlis für den Vierbeiner parat.

Die Belohnung des Pferdes als Highlihgt

Auch die Gabe von Leckerlis kann sehr schnell inflationieren. Daher sollten Sie diese stets gut dosieren. Mit jedem Leckerli möchten Sie Ihr geliebtes Tier ja belohnen oder Emotionen hervorrufen. Genauso wichtig wie die richtig dosierte Verwendung der Leckerlis ist natürlich die Zusammensetzung der kleinen “Treats”, die Ihr Tier bekommt. Stücke von Obst und Gemüse werden gerne als Belohnung eingesetzt und die obligatorische Möhre ist beinahe schon Klischee. Doch auch im Handel sind zahlreiche Leckerlis für Pferde erhältlich. Oft sind diese aber nicht ausreichend deklariert, oder enthalten unbefriedigende Inhaltsstoffe. Der Trend geht nun dahin, dass Pferdehalter die Leckerlis einfach selbst herstellen. Diese sind schnell gezaubert, bieten Abwechslung und der Pferdebesitzer weiß auch ganz genau, aus welchen Inhaltsstoffen das Leckerli besteht. So ist es auch viel einfacher, die erhaltenen Leckerlis in den täglichen Speise,- und Diätplan einzurechnen.

Pferdeleckerlis selber backen – auf den Inhalt kommt es an

Der große Vorteil, wenn Sie Pferdeleckerlis selber backen, liegt darin, dass Sie die Beigabe von Zucker absolut selbst dosieren und kontrollieren können. Auch Pferden schadet zu viel Zucker, und wer schon einmal von Karies befallene Zähne eines Pferdes gesehen hat, der wird Zucker in Zukunft meiden, wie der Teufel das Weihwasser. Auch Weizenmehl mit seinem Klebeeiweiß ist nicht die gesündeste Zutat in Pferdeleckerlis. Lassen Sie Weizenmehl also ebenfalls weg, und ersetzen Sie es durch Haferflocken, Hirse und Samen. Ein weiterer Vorteil von selbstgemachten Leckerlis ist, dass sie keinerlei Konservierungsmittel, Farbstoffe und sonstige Zusatzmittel enthalten. Wer selbst sehr auf eine gesunde Ernährung achtet, sollte dies auch bei seinem geliebten Vierbeiner tun.

Was verwendet man für selbst gebackene Pferdeleckerlis?

Neben Hafer, Hirse, Amaranth und Samen gehören frische Kräuter unbedingt in ein Pferdeleckerli. Diese können Sie je nach Jahreszeit bequem und günstig selbst pflücken. Auch lassen sich die Kräuter wie Brennnessel, Pferdeminze, Löwenzahn, Spitzwegerich, Breitwegerich, Brombeerblätter und Birkenblätter unkompliziert einfrieren und Sie haben für kalte Wintertage einen tollen Vorrat an frischen Kräutern. Auch können die Kräuter, die Sie zum Beispiel während eines Ausritts gesammelt haben, zu Hause klein schneiden und schonend trocknen. So sind die gesunden Kräuter ebenfalls lange haltbar. Als Flüssigkeit für den Teig dient Karottensaft oder Apfelsaft ohne Zuckerzusatz. Sie können aber auch Wasser oder ungezuckerten Tee verwenden. Im Nu entsteht aus den gewünschten Zutaten ein kompakter, nicht zu flüssiger Teig, der im Backrohr zu gesunden Pferdeleckerlis wird.

Pferdeleckerlis selber backen – die besten Rezepte

Natürlich können Sie jedes Rezept nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen anpassen. Wichtig ist immer, dass der Teig nicht zu flüssig ist, damit er im Backrohr bei 100° Celsius schön durchtrocknen kann. Sollte eine Masse einmal zu wässrig geraten sein, fügen Sie einfach etwas mehr Haferflocken hinzu.
Da die selbst gebackenen Leckerlis keine Konservierungsstoffe enthalten, sollten sie zeitnah verfüttert werden. Leckerlis ohne Obst und Gemüse sind in der Regel länger haltbar und können, wie Weihnachtskekse, in einer gut verschließbaren Dose aufbewahrt werden.

Bananen und Apfel-Leckerlis

Die genauen Mengen können Sie individuell bestimmen. Die Bananen werden mit der Gabel zerdrückt und die Äpfel fein gerieben. Nun geben Sie einfach so viele Haferflocken hinzu, dass der Teig schön fest wird, und nicht mehr an den Fingern und der Arbeitsfläche kleben bleibt. Mit leicht feuchten Händen werden nun Plätzchen geformt, die auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech kommen. Im auf 100° Celsius vorgeheizten Backrohr trocknen die Kekse nun für etwa 1,5 Stunden. Nach dem Backen lassen Sie die Kekse an der Luft gut auskühlen, bevor sie verfüttert oder in einer Dose gelagert werden.

Kräuterröllchen mit Möhren

Hierfür benötigen Sie fein gehackte Kräuter ihrer Wahl. Die Möhre wird geraspelt und mit etwas Möhrensaft vermengt. Alle Zutaten mit Haferflocken, Hirse und Samen vermischen und zu einem festen Teig verkneten. Mit feuchten Händen formen Sie Röllchen und legen diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Im auf 100° Celsius vorgeheizten Backrohr trocknen die Röllchen nun bei Umluft für knapp zwei Stunden und können nach dem Auskühlen verfüttert oder gelagert werden.

Weitere Anregungen für Pferdeleckerlis

Eine Knoblauchzehe gilt in den Pferdekeksen als Wunderwaffe gegen lästige Fliegen. Rote Rüben und Süßkartoffeln sind gut für ideale Blutwerte. Der Teig kann neben Haferflocken auch mit Dinkelflocken oder Weizenkleie angedickt werden. Wichtig ist, dass die Kekse immer gut getrocknet werden.

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